Internet-Casinos

Bis zum 30.06.2021 gültig gewesenen Glücksspielstaatsvertrag war das Anbieten von Glücksspielen im Internet verboten. Anbieter aus dem Ausland, insbesondere aus Malta, haben sich hierum aber nicht geschehrt und haufenweise Online-Casinos in deutscher Sprache betrieben. Immer mehr Gerichte entscheiden daher, dass die Betreiber die Spieleinsätze erstatten müssen (siehe "aktuelle Fälle").

Mit der Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrages zum 01.07.2021 hat sich die Lage nicht viel verändert, denn für das Betreiben eines Online-Casinos ist nun eine Erlaubnis erforderlich, die nur schwer zu erhalten ist.

Häufige Fragen zum Glücksspiel

Wieso können die Spieleinsätze zurückverlangt werden?

Immer mehr Gerichte, aber nicht alle, sind der Ansicht, dass den Spielern gegen die Betreiber der Online-Casions Schadensersatzansprüche zustehen, weil es sich bei dem Verbot von Internet-Glücksspielen im Glückspielstaatsvertrag von 2011 um eine Vorschrift handelt, die die Spieler schützen soll. Außerdem würden die Spieler die Spieleinsätze auch nicht schulden, weil die Spielverträge nichtig seien.

Die Betreiber der Online-Casinos sitzen in der Regel im Ausland. Kann man sie trotzdem in Deutschland verklagen?

Wenn sich der Sitz der Betreiber in der EU befindet, sind die Gerichte am Wohnsitz der Spieler zuständig. Dies hat seinen Grund darin, dass die Online-Casinos offenkundig an Deutsche Spieler richten, was schon daran erkennbar ist, dass sie in deutscher Sprache sind.

Kann eine Klage im Ausland zugestellt werden?

In der EU ist dies kein Problem, weil es eine europäische Zustellungsverordnung gibt, die regelt, wie Klagen im Europäischen Ausland zugestellt werden können.

Wie lange zurück kann man Spieleinsätze erstattet verlangen?

Immer bis zum 1. Januar des drittletzten Jahres nach dem Glücksspiel. In 2021 also bis zum 01.01.2018.

Kann man auch nach der Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrages verlorene Spieleinsätze zurückverlangen?

Wenn der Betreiber keine Genehmigung hat, ja. Nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag dürfen Online-Glücksspiele nur dann betrieben werden, wenn hierfür eine Erlaubnis vorliegt. Da die Anforderung für eine solche Erlaubnis sehr hoch sind, dürften viele Anbieter im Internet weiter „schwarz“ Glücksspiele anbieten.

Kann man die Forderung erfolgreich eintreiben, wenn man den Prozess gewonnen hat?

Mit ein bisschen Kreativität kann man den Betreibern mit einem vollstreckbaren Urteil so unangenehm werden, dass diese ihre Schulden in der Regel begleichen.

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